Vierbeiniger Besuch im Unterricht

Text: Miriam Wintz-Noack

Dienstagmorgen, den 05.06.2012 saßen die Kinder der 1a mucksmäuschenstill auf ihren Plätzen und warteten ganz gespannt auf den angekündigten Besuch der Schulhündin Eileen. Um kurz vor neun war es dann soweit und Eileen, die 8-jährige Bordercollie Hündin, kam mit Frauchen und Co-Therapeutin Elke Hirsch vom Verein Therapiehunde Lebensfreude e.V. in den Klassenraum. Alle Gesichter strahlten. Von Schülern über Lehramtsanwärter bis hin zur Klassenleiterin Frau Jentner waren alle Anwesenden sofort begeistert von der Arbeit der Hündin. Nachdem alle Kinder Eileen mit Leckerlies begrüßen und ausgiebig streicheln durften, lernten sie in Rollenspielen mit dem Hund die wichtigsten Regeln zum sicheren Umgang mit Hunden. Weiterhin wurde ein sehr motivierendes Rechenspiel mit dem Hund gespielt. Die gesamte Klasse war die ganze Zeit über aufmerksam bei der Sache und die Zeit verging für alle wie im Flug. Als die Schulglocke das Ende der Stunde verlauten ließ, wollten die Kinder gar nicht in die Pause gehen!

Eileen ist ausgebildete Therapie- und Schulhündin und ist in der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins, neben der Therapie von Senioren, Kindern und Jugendlichen, auch in der hundegestützten Pädagogik aktiv. Ein ausgebildeter Schulhund, der regelmäßig am Unterricht teilnimmt, trägt wesentlich zur Verbesserung der Lernatmosphäre, der individuellen Leistungsfähigkeit und des Sozialverhaltens der Schüler bei.

Anlass des vierbeinigen Besuchs war das Projekt "Therapiehunde" von neun Lehramtsanwärterinnen (LAA) des Studienseminars Mainz zum Thema "Ehrfurcht vor dem Leben", mit welchem anderen LAA die Arbeit mit Hunden in der Pädagogik vorgestellt wurde. Frau Miriam Wintz-Noack, die LAA an unserer Schule, initiierte das Projekt. Sie ist selbst Mitglied im Verein Therapiehunde Lebensfreude e.V. und absolviert dort in ihrer Freizeit die Grundausbildung mit ihrem Mischlingrüden Sandor.

Der Schulhund-Besuch war für alle Beteiligten ein eindruckvolles, freudebringendes Erlebnis und hat vor allem bei den angehenden Lehrerinnen, die am Projekt teilnahmen, die Ambition hervorgerufen, in Zukunft mit einem Vierbeiner im Team in der Grundschule zu arbeiten.